Was sind sexuell übertragbare Infektionen?

Diese Infektionen werden durch sexuelle Kontakte (vaginale, orale, anale) übertragen. Einzelne davon können aber auch über das Blut, die Schleimhäute oder Berührungen übertragen werden. Bei allen Geschlechtern können Symptome wie Jucken, Ausfluss, Schmerzen oder Bibbeli im Genitalbereich auftreten, aber auch sehr diskret sein oder sogar fehlen!

50 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren haben Chlamydiose. Die Statistik 2016 zeigt: In der Schweiz steigt die Anzahl der Personen, die sich mit einer sexuell übertragbaren Infektion angesteckt haben (Bundesamt für Gesundheit 2016).

HIV/Aids

«Humanes Immundefizienz­ Virus». Das bedeutet übersetzt: menschliches Abwehrschwäche­-Virus. HIV schädigt die körpereigenen Abwehrkräfte, die auch Immunsystem genannt werden.

Behandlung: Medikamente, die die Vermehrung des Virus im Blut verhindern, leider aber nicht wieder entfer­nen. Deshalb müssen die Medikamente lebens­länglich genommen werden. Wird die Infektion nicht mit Medikamenten behandelt, verursacht sie Aids. Menschen mit einer guten Medikation und einer nicht nachweisbaren Virenlast, können andere nicht mehr infizieren.

Chlamydien

Eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Bakterien, die sich als Parasiten vermehren und eine Entzündung in der Harnröhre verursachen, die sich auf die Geschlechtsorgane ausbreitet und zu Unfruchtbarkeit führen kann.

Behandlung: Antibiotika, wobei der/die Sexual­ partner*in auch mitbehandelt werden muss.

Gonorrhö

ist weltweit eine der häufigsten sexuell über­ tragbaren Infektionen. Sie wird durch Bakterien verursacht. Unbehandelt kann die Infektion bei Männern auf Prostata und Nebenhoden übergrei­fen. Bei beiden Geschlechtern kann die Infektion Unfruchtbarkeit zur Folge haben.

Behandlung: Antibiotika, wobei der/die Sexual­partner*in auch mitbehandelt werden muss.

Syphilis

ist eine sexuell übertragbare Infektion, die bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, Oralverkehr oder bei der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen werden kann. Heilung bringt eine Antibiotikatherapie. Wenn die Infektion nicht erkannt wird, kann sie sich bis ins Gehirn ausbreiten und lebensbedroh­lich werden.

Hepatitis

ist eine infektiöse Leberentzündung, ausgelöst durch das Hepatitis­Virus. Die verbreitetsten sind Hepatitis A, B und C. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen. Meist heilt die akute Entzündung spon­tan aus. Es steht eine kombinierte Impfung für Hepatitis A und B zur Verfügung, die allen sexuell aktiven Personen resp. schon Jugendlichen ab dem 11. Lebensjahr empfohlen wird.

Feigwarzen

sind Hautveränderungen, die meist im Genitalbe­reich (Scheide, Glied, After) und – wie der Name sagt – in Form von kleinen Warzen auftreten. Sie werden durch sexuell übertragbare Viren (Humane Papillomaviren, HPV) verursacht und gehören zu den sexuell übertragbaren Infek­tionen. Feigwarzen sollten unbedingt ärztlich behandelt werden, da sie verantwortlich sind für Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs. Eine Impfung kann vor der Infektion mit wichtigen Virentypen schützen.

Filzläuse

sind winzige Tiere, die sich meist an den Scham­haaren festsetzen. Sie legen ihre Eier dort ab und saugen Blut. Übertragen werden die Tierchen durch direkten intimen Kontakt, Petting, Sex usw. Teilweise werden sie auch durch die Bett­wäsche (Hotels) übertragen. Filzläuse kommen heutzutage nur noch selten vor.

Herpes

ist eine Viruserkrankung, die kleine juckende und brennende Bläschen auf Haut und Schleim­ häuten verursacht. Der Herpes simplex Virus 1 (HSV1) verursacht sogenannte Fieberblasen im Mundbereich, der HSV2 hingegen schmerzhafte Bläschen an den Geschlechtsorganen (Herpes genitalis). Viele Menschen, die mit einem HSV infiziert sind, zeigen gar keine Symptome, sind aber Virusträger. Übertragen wird Herpes durch Schleimhautkontakt (genital, anal, oral), durch Kontakt mit infizierter Haut oder durch Schmier­infektionen.

Trichomonaden

sind Parasiten, die häufig durch sexuelle Kontak­te übertragen werden. Andere Ansteckungswege kommen nur selten vor. Dies kann beispielsweise sehr selten durch das gemeinsame Benutzen von feuchten Textilien/Gegenständen (Handtücher) oder durch ungechlortes Badewasser geschehen. Kommt es zu Symptomen, äussern sich diese als Juckreiz, mit Brennen beim Wasserlösen und süsslich­, übelriechendem Ausfluss. Unbehandelt kann eine Infektion zu Sterilität sowohl bei Frauen als auch bei Männern führen.

Trichomonaden

sind Parasiten, die häufig durch sexuelle Kontak­ te übertragen werden. Andere Ansteckungswege kommen nur selten vor. Dies kann beispielsweise sehr selten durch das gemeinsame Benutzen von feuchten Textilien/Gegenständen (Handtücher) oder durch ungechlortes Badewasser geschehen. Kommt es zu Symptomen, äussern sich diese als Juckreiz, mit Brennen beim Wasserlösen und süsslich­, übelriechendem Ausfluss. Unbehandelt kann eine Infektion zu Sterilität sowohl bei Frauen als auch bei Männern führen.

Das Risiko einer Infektion mit einer STI (STI=sexually transmitted infection) steigt mit der Anzahl Sexualpartner*innen. Wer mehr Sexualpartner*innen hat (fünf oder mehr pro Jahr), sollte sich einmal im Jahr auf sexuell übertragbare Infektionen untersuchen lassen. Das gilt auch, wenn man keine Symptome hat. Unerkannte und unbehandelte Infektionen können schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben. Testen lassen kannst du dich auf HIV, Syphilis, Chlamydien, Gonorrhö, Tripper, Hepatitis. Der 5er­-Kombitest verschafft dir Klarheit punkto Geschlechtskrankheiten.

Wenn du noch Fragen hast oder einen Test machen möchtest, findest du hier deine Anlaufstelle in deinem Kanton: www.sante-sexuelle.ch/beratungsstellen.

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