verhütung

Welches Verhütungsmittel passt zu mir?

Es ist wichtig, dass du dein passendes Verhütungsmittel findest. Es sollte zu deiner Gesundheit, deiner Lebensweise und für den richtigen Zweck sein. Die meisten Verhütungsmittel musst du dir von einem*einer Gynäkologen*Gynäkologin verordnen und/oder einsetzen lassen. Andere, wie z.B. Kondome, sind überall erhältlich. Hier findest du eine Auswahl an Verhütungsmitteln. Falls du dich gerne dazu beraten lassen möchtest kannst du dies anonym in unserem GummiLove Sexpert Chat oder persönlich auf einer Fachstelle in deinem Kanton tun.

Anwendung: Kondom über den erigierten Penis des Mannes abrollen, dabei das Reservoir festhalten. Mechanische Barriere für Spermien, so­ dass die Eizelle zur Befruchtung nicht erreicht wird.

Positiv: Keine Hormone, keine Chemie, keine regu­ läre Einnahme. Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen.

Negativ: Sicherheit hängt von korrekter Anwendung ab. Kein vollständiger Schutz vor HPV und weiteren STI.

Anwendung: Täglich eine Tablette mit Östrogenen und Gestagenen während drei Wochen einnehmen. In der Einnahmepause von 4–7 Tagen setzt die Regelblutung ein.

Wirkung: Verhindert die Eireifung und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.


Positiv: Sehr sicher, regelmässige Blutungen, weni­ ger Schmerzen bei den Blutungen. Zeit der Regelblu­ tung berechenbar. Verschieben der Menstruation möglich.

Negativ: Tägliche, regelmässige und zuverlässige Einnahme nötig. Nebenwirkungen wie Kopfschmer­ zen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Übelkeit, Gewichtszunahme und Veränderung der sexuellen Lust können auftreten. Thrombosegefährdung bei Vorbelasteten oder Rauchern.

Anwendung: Tägliche Einnahmen einer reinen Gestagentablette ohne Pause.

Wirkung: Verdickung des Schleims am Gebärmutterhals und bei einem Präparat auch Eisprungverhinderung.

Positiv: Enthält keine Östrogene dadurch keine Hormonschwankungen, seltener Kopfschmerzen und Übelkeit. Bevorzugt bei Thrombosegefährdeten und Fettstoffwechselstörungen.

Negativ: Tägliche, regelmässige und zuverlässige Einnahme nötig. Es können unregelmässige Blutun­ gen entstehen.

Anwendung: Pflaster aufkleben, wöchentlicher Wechsel des Pflasters (3 Wochen).

Wirkung: Verhindert die Eireifung und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

Positiv: Kein Wirkverlust durch Erbrechen/ Durchfall, regelmässiger Zyklus, Menstruation kann verschoben werden.

Negativ: Haftung des Pflasters sollte regelmässig überprüft werden; erhöhtes Risiko von arteriellen und venösen thromboembolischen Ereignissen.

Anwendung: Ein flexibler Kunststoffring wird 1x im Monat in die Scheide gelegt und gibt dort die Hormone ab. Nach drei Wochen wird er entfernt und nach einer Woche Pause für die Regelblutung wird ein neuer Ring eingesetzt.

Wirkung: Abgabe niedrig dosierter Östrogene und Gestagene an die Scheibenschleimhaut zur Verhin­ erung des Eisprunges und Verdickung des Schleims am Gebärmutterhals.

Positiv: Anwendung nur 1x im Monat. Niedrige Hormondosis. Kaum Hormonschwankungen.

Negativ: Kontrolle des Ringes in der ersten Zeit mehrmals täglich. Kann für manche Frauen unange­nehm sein.

Anwendung: Arzt oder Ärztin injizieren das Gesta­gen in die Muskulatur von Oberarm, Gesäss, Bauch oder Oberschenkel. Die erste Spritze wird in den ersten fünf Tagen nach Menstruationsbeginn verab­reicht, alle weiteren im Abstand von drei Monaten.

Wirkung: Verhindert die Eireifung und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

Positiv: Bei Östrogenunverträglichkeit, Verhütung für 3 Monate, kein Wirkverlust durch Erbrechen / Durchfall.

Negativ: Verabreichen einer Spritze durch Gynäkolo­gen; möglichst nicht länger als 2 Jahre anzuwenden.

Anwendung: Spirale wird in die Gebärmutter einge­legt und gibt ein Hormone in die Schleimhaut ab.

Wirkung: Verhindert die Eireifung und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

Positiv: Enthält keine Östrogene. Keine tägliche Ta­bletteneinnahme. Schwächere oder keine Blutungen. Keine Regelschmerzen.

Negativ: Evtl. leichte Schmerzen bei der Einlage.

Anwendung: Niedrig dosiertes Gestagen, das als Hormonimplantat unter die Haut am Oberarm eingesetzt wird.

Wirkung: Verhindert die Einnistung des Eis.

Positiv: Langfristig, keine tägliche Tablettenein­ nahme und sehr sicher.

Negativ: Zyklusunregelmässigkeiten wie Zwi­ schenblutungen können auftreten, Entfernung durch kleinen Eingriff.

Anwendung: Kupferspirale wird in die Gebärmut­ ter eingelegt.

Wirkung: Verhindert das Einnisten des befruchteten Eis.

Positiv: Keine tägliche Tabletteneinnahme, Keine Hormone, langfristige Verhütung.

Negativ: Kann stärkere und verlängerte Regelblutungen verursachen.

Anwendung: Ein Computer gibt nach Eingabe von Zyklusdaten oder Teststreifen die fruchtbaren Tage an, sodass der Verkehr unterlassen oder andere Verhütungsmethoden verwendet werden sollten.Wirkung: Ungeschützter Verkehr nur an unfruchtbaren Tagen

Positiv: Keine Nebenwirkungen.
Negativ: Unsicher, nur bei regelmässigen Zyklen anwendbar. Setzt zuverlässige Messung voraus.

Anwendung: Berechnung der fruchtbaren Zeit mittels Kalender, Schleim und Muttermund. Wirkung: Ungeschützter Verkehr nur an unfruchtbaren Tagen.

Positiv: Keine chemische und hormonelle Belastung. Kennenlernen des eigenen Körpers.
Negativ: Unsicher, erfordert viel Disziplin.

Die Notfallverhütung

Die Notfallverhütung verhindert die ungewollte Schwangerschaft nach ungenügend oder nicht geschütztem Geschlechtsverkehr. Sie sollte innerhalb von 48 Stunden und spätestens nach 120 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenom­men werden. Je schneller desto besser die Wirkung. In der Schweiz ist die Notfallverhütung rezeptfrei in allen Apotheken erhältlich. Die Notfallverhütung ist keine Verhütungsmethode und deshalb nicht für den regelmässigen Gebrauch bestimmt.

Sie ist für Frauen, in folgenden Notfallsituationen:

Geschlechtsverkehr ohne Schutz, Reissen oder Verrutschen des Kondoms, Vergessen der Pille bei mehr als 12 Stunden, Erbrechen oder Durchfall nach Einnahme der Pille, Versagen der Verhütung durch NuvaRing oder Hormonpflaster.

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